Burkhard Hölscher - Sanitär und Heizungstechnik
Wasserhahn mit Hasilein

Zukünftig nur noch Brennwerttechnik?

Seit Sept. ’15 sind die Richtlinien zu Ökodesign und Verbrauchskennzeichnung in Kraft

1. Warmwasserspeicher und Wärmeerzeuger

Mit in Kraft treten der Ökodesign-Richtlinie (ErP-Richtlinie 2009/125/EG) sind neue Grenzwerte für Kombiheizgeräte, ÖI-/Gaskessel , Wärmepumpen, BHKW, Warmwasserbereiter und Speicher definiert worden.·Nach den Vorgaben der Richtlinie muss der Hersteller nachweisen, dass seine Produkte die Effizienzanforderungen hinsichtlich Wirkungsgrad, NOx-Wert und Schallleistungspegel einhalten.

Dies führt dazu, dass ab dem Sept. 2015 einige Niedertemperaturheizgeräte nicht mehr in Verkehr gebracht werden dürfen. Ausgenommen hiervon sind raumluftabhängige Niedertemperaturheizgeräte (Heizgeräte des Typs B1) für den Anschluss an eine mehrfachbelegte Abgasanlage. Ausgenommen sind Niedertemperaturheizgeräte, die vor dem 26. September in Verkehr gebracht wurden. Sie dürfen weiterhin eingesetzt werden.

2. Verbrauchskennzeichnung/Labeling von Heizungs- und Warmwasserkomponenten

Ebenfalls im Sept. ‘15 trat die Verbrauchskennzeichnung auf Basis der Label-Richtlinie (201 0/30/EU) in Kraft, die dem Energieverbraucher eine verbesserte Information über die Effizienz und Umweltaspekte seiner Geräte liefert. Zukünftig werden die Handwerker mit der Angebotsabgabe über die wesentlichen Informationen informieren.

Neben dem Labeln für einzelne Heizgeräte bzw. Speicher, gibt es noch die Möglichkeit, für bestimmte Produktkombinationen (z. B. Heizgerät mit Regelung und thermischer Solaranlage) Kombilabel – das sogenannte „Verbundlabel“ zu erstellen. Dieses kann bei einem kompletten Kombisystem durch den Hersteller ausgestellt werden. Kombinieren Handwerker Produkte unterschiedlicher Hersteller, ist wiederum der Handwerker selbst
für die Erstellung des Verbundlabels verantwortlich.

Weitere Infos unter: www.heizungslabel.de.

Quelle: Bild „Label“ Bundesministerium für Wirtschaft und Energie